Programmziele und Förderschwerpunkte

Vision

Der lebendige und einzigartige Gotthardraum ist für seine Bevölkerung, die Wirtschaft und Gäste als Standort attraktiv.

Oberste Zielsetzung vom PSG ist es, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Erhöhung der Wertschöpfung im Gotthardraum beizutragen. Der Gotthardraum ist ein touristischer Attraktionspunkt, wovon auch viele damit verflochtene Wirtschaftszweige zehren.

PSG hat zum Ziel einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Erhöhung der Wertschöpfung rund um das Gotthardgebiet zu leisten. Dieses Gebiet nutzt seine eigenen Potenziale und kombiniert diese zu einer Einzigartigkeit, welche Gäste, Bevölkerung und Unternehmen anzieht. Schwerpunktmässig fördert PSG in drei Bereichen gezielt Massnahmen zur Realisierung der Vision. In den Förderschwerpunkten «Wertschöpfungssystem Tourismus» und «Lokale Ressourcen und weitere Wertschöpfungsketten» geht es darum, die Wirtschaftsentwicklung durch die Unterstützung von Infrastrukturen, Angeboten und Kooperationen zu begünstigen. PSG soll aktiv dazu beitragen, dass die regionalen und lokalen Akteurinnen und Akteure Ideen und Initiativen aufgreifen, Aktivitäten entwickeln und Projekte angehen. Sie werden dabei durch PSG unterstützt. Der Förderschwerpunkt «Regionalmanagement» setzt deshalb Impulse und hilft bei der Identifikation und Umsetzung von Projekten.

Förderschwerpunkte

“Wertschöpfungssystem Tourismus”

Programmziel: Touristische Produkt- und Infrastrukturentwicklung basierend auf effizienter Zusammenarbeit und vorhandenen Potenzialen vorantreiben.

PSG zielt nach aussen bzw. auf Gäste gerichtet darauf ab, neue touristische Produkte und Dienstleistungen und dadurch Mehrumsätze zu schaffen. Im Fokus stehen Vorhaben, die zu einer überregionalen Koordination der Produktentwicklung und Angebotsgestaltung, oder zur Verbesserung einer gemeinsamen Kommunikation, Vermarktung und dem Vertrieb beitragen. Sie sollen dem Gotthardraum zu einem Mehr an Arbeitsplätzen und Einkommen verhelfen. Dazu werden in ausgewählten Bereichen auch marktfähige Verbesserungen der touristischen Infrastruktur angestrebt. Die Akteurinnen und Akteure bündeln dazu ihre Investitionskraft zugunsten klar definierter Vorhaben. Ziele bilden daher auch eine effizientere Arbeits- und Aufgabenteilung sowie Kooperationen unter den zahlreichen touristischen Akteurinnen und Akteuren. Die digitalen Möglichkeiten werden ausgelotet und die Chancen der nachhaltigen Entwicklung genutzt. Thematisch orientierte Vorgehensweisen sollen es erleichtern, auf pragmatische Art Kooperationen und Allianzen schmieden zu können.

 

«Lokale Ressourcen und weitere Wertschöpfungssysteme»

Programmziel: Lokale Ressourcen basierend auf der Erschliessung und Verlängerung von Wertschöpfungsketten und durch überregionale Zusammenarbeit ausschöpfen.

Der Gotthardraum verfügt über eine reiche Vielfalt an lokalen Ressourcen. Dazu zählen beispielsweise Kultur, Wasser, Steine und Erden oder Holz sowie die Landwirtschaft. Sie bilden umfangreiche Attraktions- und Anknüpfungspunkte für die Umsetzung in marktgängige Produkte und Dienstleistungen. Mittels spezifischer Projekte sollen die Potenziale aufgegriffen und in bestehende Wertschöpfungsketten integriert oder mit diesen verknüpft werden. Dabei geht es um die Unterstützung von Infrastrukturen und um Vorhaben zur Entwicklung und Umsetzung von Produkten und Dienstleistungen sowie die Verbesserung der Kommunikation, der Vermarktung und des Vertriebs, mittels Bündelung von Ressourcen und Nutzung von Synergien. Bestenfalls können neue Wertschöpfungsketten geschaffen werden.

 

«Regionalmanagement»

Programmziel: Kompetenzentwicklung, Eigeninitiative, Innovationen, Kooperationen und Identität durch aktives Regionalmanagement fördern.

PSG zeichnet sich durch ein wirkungsvolles Regionalmanagement aus. Mit den eigenen Aktivitäten zielt PSG darauf ab, dass Bevölkerung und Wirtschaft wissen, wie sie mit den vorhandenen Potenzialen umgehen und diese ausschöpfen können. Die Strategiefähigkeit wird gestärkt und die Kapazitäten für Projektumsetzungen werden verbreitert. In einem schwierigen Umfeld werden so Dynamik sowie Innovations- und Unternehmensgeist freigelegt. Unternehmerische, wirtschaftliche Fortschritte führen zu einer gestärkten regionalen Identität. Daraus wächst wiederum die Eigeninitiative für Vorhaben, die der Bevölkerung, der Wirtschaft und dem Raum als Ganzes bessere Zukunftsperspektiven eröffnen.

 

Querschnittthemen

Die Förderschwerpunkte «Wertschöpfungssystem Tourismus» sowie «Lokale Ressourcen und weitere Wertschöpfungssysteme» werden durch drei Querschnittthemen erweitert. Sie ergänzen und verstärken die Förderschwerpunkte und -themen.

 

«Digitale Transformation»

Ziel ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen. Projekte sollen einen Beitrag zur digitalen Transformation leisten können. Dazu gehört beispielsweise die Prüfung, inwieweit bei Projekten digitale Mittel zur Kommunikation, Vermarktung und zum Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen aus dem Gotthardraum genutzt werden können. Mittels der Projekte sollen auch digitale Anwendungen zur Stärkung der Zusammenarbeit gezielter eingesetzt werden.

 

«Nachhaltige Entwicklung»

Die NRP legt einen besonderen Wert auf Projekte, die einen Beitrag an die nachhaltige Entwicklung leisten. Dabei handelt es sich um eine klassische Querschnittsaufgabe. Die NRP hat bereits in der Vergangenheit wichtige Beiträge an die nachhaltige Entwicklung ihrer Zielgebiete geleistet.

Gemäss Konzept «Nachhaltige Entwicklung in der NRP», welches das SECO abgestimmt auf die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 des Bundes (SNE 2030) und unter Einbezug der NRP-Fachstellen der Kantone erstellt hat, sollen diese Beiträge verstärkt werden. Im Vordergrund steht die Nutzung der wirtschaftlichen Chancen der nachhaltigen Entwicklung in den Regionen. Gleichzeitig sollen die Risiken an den Schnittstellen zu Umwelt und Gesellschaft reduziert werden.

Die Akteurinnen und Akteure im Gotthardraum sollen die wirtschaftlichen Chancen klima- und ressourcenschonender sowie sozialer Innovationen nutzen können. Sie richten künftig Produkte, Produktionsprozesse und Dienstleistungen vermehrt auf die Wertschöpfung in regionalen und kreislauffähigen Systemen aus. Sie nutzen die wirtschaftlichen Chancen von Biodiversität und Landschaft und setzen diese durch standortgerechte Nutzung in Wert. Aus verschiedenen Branchen und Disziplinen realisieren die Akteurinnen und Akteure Projekte vermehrt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit. So fördert PSG beispielsweise Projekte, welche einen Beitrag zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung leisten und:

  • die Chancen eines nachhaltigeren Konsums und einer nachhaltigeren Produktion mit neuen Produkten und Produktionsprozessen in Wert setzen,
  • auf den natur- und kulturnahen Tourismus bzw. auf eine nachhaltige Nutzung / Inwertsetzung von Landschaft und Biodiversität setzen oder Investitionen bezüglich deren Auswirkungen optimieren,
  • die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesellschafts- und Altersgruppen oder zwischen ländlichen und städtischen Räumen stärken.

Nachhaltige Entwicklung in der Neuen Regionalpolitik
Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 des Bundes

 

«Lokale Wirtschaft»

Der Exportbasisansatz bleibt im Zentrum aller Fördertätigkeiten von PSG. Die Möglichkeit, in Ergänzung dazu Projekte der lokalen Wirtschaft zu unterstützen, soll jedoch genutzt werden. Es handelt sich dabei um Vorhaben, die nicht direkt exportorientiert sind, aber einen Beitrag zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung leisten und eine überbetriebliche Wirkung entfalten. Angesprochen sind in erster Linie Projekte, die zur Steigerung der Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeitsort oder zur Diversifizierung der Wirtschaft beitragen, eine Entwicklungsdynamik entfalten und zu weiteren Initiativen animieren. Bedingung für die Unterstützung der Projekte im Rahmen von PSG ist, dass sie kantonsübergreifend ausgerichtet sind und Synergien nutzen.