Newsletter 02/2010

Das Progetto San Gottardo (PSG) ist auf Kurs. Die kantonsüberschreitende Zusammenarbeit zur Verwirklichung eines erfolgreichen Wirtschaftsraumes geht mit gefestigten Organisationsstrukturen und fünf Schwerpunkten in die zweite Hälfte der vierjährigen Projektphase (2008-2011).
Im Vordergrund stehen dabei eine verstärkte touristische Zusammenarbeit, die Kreation innovativer touristischer Angebote, intensivierte Kommunikation mit der regionalen Bevölkerung und der Wirtschaft. Als eine der Stärken der Region fallen viele interessante private Projekte ins Gewicht, die sich bereits in der Realisierungsphase befinden. Solche Initiativen sollen über das PSG gebündelt und aufgewertet sowie die entstehenden Synergien genutzt werden. Weitere Schwerpunkte im Progetto San Gottardo bilden das Teilprojekt für die Zusammenarbeit touristischer Transportanlagen sowie die Schaffung eines Ideen-Pools. www.regiosangottardo.ch

Grosse Herausforderung
Die vier Kantone Uri, Tessin, Wallis und Graubünden haben sich im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) ehrgeizige Ziele zur gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung des Gotthardraumes gesetzt. Bereits in der konstituierenden Phase der Projektorganisation hat sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit aufgrund der unterschiedlichen Strukturen und Organisationsformen der Teilgebiete (Goms, Leventina, Surselva und Uri) eine grosse Herausforderung bedeutet. Ausserdem konnte sich das innovative Projekt im Rahmen der Regionalpolitik nicht auf Erfahrungswerte abstützen. Der Steuerungsausschuss hat für die zweite Projektperiode (2010-2011) Schwerpunktthemen und Handlungsfelder festgelegt, so soll vor allem die Kommunikation mit der Basis verbessert werden.
Grundsätzlich soll das Progetto San Gottardo gemeinsames Gedankengut und Mittel bündeln und primär den Boden bereiten, damit Wirtschaftsakteure und Leistungsträger im Gotthard-Raum gemeinsame Projekte initiieren und umsetzen. Im Bereich Landwirtschaft unterstützt das Progetto San Gottardo das Forschungsprojekt „Wettbewerbsfähige Berglandwirtschaft in der Regio San Gottardo“ der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen. Es zielt auf eine Verbesserung des Einkommens von Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetrieben ab. Dabei soll eine Zusammenarbeit mit der Vermarktungsplattform „alpinavera“ den Absatz der hochqualitativen Produkte sicher stellen.

Touristische Entwicklung (DMO)
Eine Arbeitsgruppe „Businessplan DMO San Gottardo“ (zusammengesetzt aus Touristikern aus den vier San Gottardo Regionen) hat zwischen Frühling 2008 und Frühling 2009 einen Businessplan für eine mögliche touristische Grossregion San Gottardo erarbeitet. Dabei ging es in erster Linie darum, zu prüfen, ob dieser bisher in viele kleine Tourismusorte aufgeteilte Raum auch gemeinsam geführt werden könnte. Ausschlaggebend für diesen Projektauftrag waren der grosse Wettbewerbsdruck und die grossen Leistungsdefizite der traditionellen Tourismusvereine, resp. das stagnierende oder gar rückläufige Tourismusgeschäft in den Einzelregionen. Der erwähnte Businessplan zeigte nicht nur die Realisierbarkeit auf, sondern verwies auch auf etliche Schwierigkeiten und einen hohen Zeitbedarf.
Nach etlichen Abklärungen und parallel geführten anderen Tourismus-Projekten wünscht der Steuerungsausschuss von San Gottardo nun die Inangriffnahme der Umsetzung. Dabei sollen die regionalen Aspekte, wie sie z. T. in den Stellungsnahmen in der Vernehmlassung Mitte 2009 formuliert wurden, berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass wie vorgesehen, die Kantonsgrenzen überschreitende Tourismusorganisation in verschiedenen Einzelschritten aufgebaut werden soll. Da wo die Bereitschaft und Voraussetzungen zur Kooperation gegeben sind, soll begonnen werden, andere Regionen sollen jederzeit dazu stossen können.
Um diesen etappierten Aufbau realisieren zu können, bedarf es neben weiteren Konkretisierungen des Wirkens und der Struktur einer solchen Destination Management Gesellschaft auch einen intensiven Dialog mit den direkt beteiligten Tourismusvereinen und anderen zentralen Partnern, wie beispielsweise den involvierten Gemeinden, den touristischen Leistungsträgern und der Wirtschaft. Hiermit soll eine solide Grundlage für die Gründung und das Wirken einer „DMO San Gottardo“ erarbeitet werden. Diese Aufgaben werden nun in Angriff genommen. www.regiosangottardo.ch

Touristische Produkte und Angebotsgestaltung
Ein weiterer gewichtiger Schwerpunkt bedeutet in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung von einzigartigen touristischen Produkten und Angeboten welche besonders den Raum Gotthard profilieren. Diese entwickeln sich auch aus der Arbeit der von der Projektleitung eingesetzten Arbeitsgruppen. Im Vordergrund stehen Pauschalen und Packages für den Winter- und Sommertourismus, innovative Produkte für die Freizeitmobilität, Outdoor-Aktivitäten und die Förderung des wissenschaftlichen Tourismus.

Attraktive Sommer- und Winterangebote
Reisende und Gäste aus dem In- und Ausland profitieren seit letztem Sommer vom neuen „Gotthardpass -50%“. Damit können zahlreiche touristische Bahnen und Teile des öffentlichen Verkehrs zum halben Tarif benützt werden. Der „Gotthardpass -50%“ wird exklusiv zusammen mit den Sommer-Pauschalangeboten San Gottardo verkauft. Alle grossen Bergbahnen vom Aletschgebiet bis nach Disentis und von Bellinzona bis Seelisberg sind dabei. Dazu kommen noch die Schifffahrtgesellschaft Vierwaldstättersee, die Furka Dampfbahn, die Passfahrten mit dem Postauto, einige Museen und das Bogn Sedrun. Die Verbindungen mit dem ÖV sind dank der Teilnahme der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB), der Rhätischen Bahn, der Autolinie Bleniesi, der Auto AG Uri und der SBB auch abgedeckt. Dieses attraktive und vielversprechende Angebot umfasst über 70 Partner.
Für den Winter 09/10 liegt erstmals die Winterkarte mit ausgewählten Angeboten aus allen vier Gotthardregionen auf. Der Ausweis «San Gottardo: 33 mal profitieren» ist 3 oder mehr Tage gültig für Reduktionen auf die Leistungen von 33 Partnern der Region San Gottardo. 15 Prozent Rabatt gewähren Skilifte und Bergbahnen. Öffentliche Verkehrsbetriebe, Museen, Skischulen, Sportgeschäfte und Wellness-/Sportcenter gewähren Reduktionen von 20 bis 50 Prozent.
Auf über 400 km Ski- und Snowboard-Pisten finden Wintersport-Begeisterte ein ausgewogenes Angebot für Anfänger wie Fortgeschrittene, Skifahrer, Boarder und Freerider. Für die etwas jüngeren Wintersportler bietet die Region San Gottardo eine grosse Auswahl an Snowparks und die ganz Jungen oder Junggebliebenen finden ihren Spass auf vielen Kilometern bestens präparierter Schlittelpisten. Die Langlauffans werden von den 120 km Loipen begeistert sein, die sowohl für den klassischen Stil wie auch für Skating angelegt sind und durch traumhafte Landschaften führen. Mit Schneeschuhen an den Füssen dagegen lassen sich die Hügel, Wälder und verschneiten Berge ganz anders erleben. Gepfadete Spazier- und Wanderwege bieten Erholung in frischer Winteratmosphäre abseits der Pisten. www.regiosangottardo.ch

Mit Elektromobilen über die Pässe
In der Gotthardregion verbinden zehn der schönsten Alpenpässe verschiedene Regionen und Täler, die sich allesamt dem naturnahen Tourismus verschrieben haben. In Zukunft wird in diesem Gebiet auch die energieeffiziente und CO2-freie Elektromobilität gefördert. Bereits im nächsten Sommer 2010 werden Touristen vom Goms aus den Grimselpass mit Elektroautos erklimmen. Progetto San Gottardo, energieregionGOMS und die Kraftwerke Oberhasli haben sich zusammengesetzt, um dieses ehrgeizige Projekt zu realisieren. “Wer es über die Pässe schafft, der schafft es überall“, ist ihre Devise.
Mit der Pilotphase wird im Sommer 2010 gestartet. Für Fahrten über den Grimselpass bieten die Organisatoren zwischen dem Goms und dem Haslital Miet- und Probefahrten für Passanten, Feriengäste und E-Mobil-Interessierte an. Unterstützt werden sie dabei von der Zentralbahn und der Matterhorn Gotthardbahn. An den Bahnhöfen in Meiringen und Oberwald stehen Parkplätze und Ladestationen zur Verfügung und am Schalter können die Schlüssel für die bereit stehenden Elektroautos entgegen genommen werden. Ist die Pilotphase erfolgreich, soll in den nächsten Jahren über die ganze Gotthardregion ein weitverzweigtes Netz von Standorten mit Elektroautos entstehen.
www.energieregiongoms.ch

Langsame Mobilität
Ein grosses Gewicht auch für die touristische Entwicklung der Gotthardregion wird künftig die sogenannte „Langsame Mobilität“, d. h. die Fortbewegung mit eigener Muskelkraft, erhalten. Aus dieser Erkenntnis heraus hat die Arbeitsgruppe Langsame Mobilität bereits mehrere Projekte in Angriff genommen oder koordiniert: Die vier Gotthard-Kantone haben sich geeinigt, dass die grenzüberschreitenden Wanderrouten bezüglich Wegverlauf, Signalisation, Ausgangs- und Endziel abgeglichen und bereinigt werden, um den  Qualitätszielen der Schweizer Wanderwege zu entsprechen.
In der Realisationsphase befindet sich der Vier-Quellen-Weg, bei dem man auf gut ausgebauten Wanderwegen im Gotthardmassiv zu den Quellen bedeutender europäischer Ströme und Flüsse gelangt. (Tomasee als Quelle des Rheins; zum Lucendropass als Quelle der Reuss, Nufenenpass als Quelle des Ticino und der Rhonegletscher als Quelle der Rhone. Nach Abschluss der Routenkonsolidierung  - der Abschnitt Gletsch – Furkapass ist noch nicht klar definiert -  ist noch zu klären, ob der Vier Quellen Weg als regionale Wanderlandroute in SchweizMobil integriert werden kann. www.vier-quellen-weg.ch
Anfang Januar wurde der Startschuss für das Projekt ViaRegio Suworow gegeben. Der Themenweg über der Suworow Feldzug durch die Schweiz geht über fünf Kantone von Ponte Tresa - Gotthardpass - Altdorf - Chinzig - Muotatal - Pragelpass - Glarus - Elm - Panixerpass - Ilanz. Die Eröffnung des Projektes ist auf den Sommer 2011 vorgesehen. Als weitere Projekte bietet Energie Trail in Erstfeld neu die Vermietung von Elektrobikes an und mit dem Verein FreiPass soll zusammengearbeitet werden. Die Projekte dieser Arbeitsgruppe sollen auch Widerhall in der Planung für das Ausstellungsprojekt Gottardo 2020 finden.
 www.kulturwege-schweiz.ch

Naturnaher und wissenschaftlicher Tourismus
Die Arbeitsgruppe Natur untersucht und erfasst die Gotthardregion in Bezug auf die wissenschaftlichen Werte und die Einzigartigkeit der Natur. Diese Daten werden einerseits genutzt für die Kreation neuer naturnaher touristischer Produkte, andererseits wird der wissenschaftliche Tourismus über die Nutzung und Inwertsetzung bestehender Infrastruktur im Bereich der Forschung (Piora, Acquacalda, Olivone, Furka) gefördert.
Die Arbeitsgruppe erarbeitet einen entsprechenden Katalog, realisiert Führungen und unterstützt Tagungen und Veranstaltungen wie z. B. zum Jahr der Biodiversität 2010 oder zur naturwissenschaftlichen Bildung und Forschung. Schliesslich hat sich die Arbeitsgruppe Natur auch zum Ziel gesetzt, ein Profil zur biologischen Vielfalt der Gotthardregion zu erarbeiten.

Granfondo San Gottardo
Rund um den Gotthard soll mit dem Granfondo San Gottardo ein Breitensportanlass für Velo-Fans entstehen. Über die drei Pässe Gotthard, Furka und Nufenen werden sich Velo-Sportler im Sommer 2010 für den Granfondo einfahren, vorbereiten und testen können. Alle Interessierten haben die Möglichkeit auf Teilen- oder der Gesamtstrecke ihre Leistung messen und aufzeichnen zu lassen. Ähnliche alpine Velotouren ziehen in vielen Regionen (z.B. Dolomiten) jährlich Tausende von Sportlern an. Die messbaren Strecken führen von Airolo auf den Gotthardpass, von Realp auf den Furkapass und von Ulrichen auf den Nufenenpass. In dieser Trainingsphase werden nur die Aufstiege bewertet, um gefährliche Abfahrten von den Pässen zu vermeiden.
Über ein innovatives GPS-System von Tracemyworld können sich die interessierten Velo-Sportlerinnen und Sportler selber messen. Auf der Website www.tracemyworld.com können die entsprechenden Resultate und Ranglisten eingesehen werden. Auch vor und nach dem ersten Hauptevent im Juli 2011 werden die drei Messstrecken wieder für Trainingsfahrten zur Verfügung stehen. Im Sommer 2011 wird am 24. Juli neben dem oben erwähnten Angebot auch ein Anlass durchgeführt an welchem sicher Radfans am gleichen Tag auf der gesamten Strecken messen können.
www.tracemyworld.com

Lukmanier - Passfest und Passmarkt
Am 18. Juli 2010 wird an einem Passfest an das 10jährige Jubiläum der ganzjährlichen Öffnung des Lukaminerpasses erinnert. Weitere Themen des Festes werden das „Jahr des Wanderns“ von Schweiz Tourismus, die Lancierung der Mountain Bike Route 65 (MTB 65) San Gottardo (Ausgangsorte sind Andermatt, die Leventina und das Bleniotal) und die Durchführung eines Passmarktes. Der Passmarkt wird durch „alpinavera“, eine Vermarktungsorganisation von alpinen Landwirtschaftsprodukten, organisiert.
www.alpinavera.ch

Kooperation mit Resort Andermatt Swissalps
Das Progetto San Gottardo will als zuverlässiger und starker Ansprechpartner für die Verantwortlichen des Resorts Andermatt Swissalps  die Werte, die Vision und die Charta des Raumes San Gottardo einbringen. Dabei wird ein Memorandum of Understanding angestrebt, das die Nutzung externer Tourismusangebote durch das Resort, die Vernetzung von Andermatt Swissalps mit Tourismusdestinationen rund um den Gotthard, die Sicherstellung der Gotthard-Bergstrecke und Schöllenenstrecke, die Verbesserung der öV-Verbindungen sowie die Wintersicherung der Strassen und Bahnen im Gotthardgebiet umfasst. Erste Gespräche mit den Verantwortlichen auf verschiedenen Ebenen sind positiv verlaufen. www.andermatt-swissalps.com

Die vier Gotthardregionen sollen zusammenwachsen
Eine gewichtige Rolle bei der Bereitstellung der politischen und wirtschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung des Gotthardraumes nehmen die vier Regionen und der Regionenverbund als bedeutender Teil der Trägerschaft des Progetto San Gottardo ein. Sie setzen sich primär in den Bereichen öffentlicher Verkehr und Infrastruktur ein. Als Bindeglied zwischen den rund 120 beteiligten Gemeinden und der Projektleitung legen die Regionalvertreter die Tätigkeiten und Massnahmen des Regionenverbunds für nächsten zwei Jahre fest.

Öffentlicher Verkehr
Der öffentliche Verkehr im Gotthardraum soll optimiert werden. Für die Arbeitsgruppe öV steht dabei Fahrplangestaltung im Vordergrund, welche auch den speziellen Bedürfnissen der Feriengäste und Tourismusangebote Rechnung trägt. Weiter will die Arbeitsgruppe in enger Zusammenarbeit mit den involvierten Partnern die Nutzung der Gotthard-Bergstrecke auch nach der Eröffnung der Alpentransversale (ca. 2018) sicher stellen. Ein weiteres Ziel ist eine gemeinsame Regelung der jährlichen Passöffnungen und ein Alpenpassangebot mit den Postautos zu erschwinglichen Preisen.
Das Progetto San Gottardo hat dazu  im September 2009 Zielvorstellungen und Wünsche an die vier kantonalen Tiefbauämter übermittelt. Dabei wird unter anderem vorgeschlagen die finanziellen Mittel für den Erhalt der Strasseninfrastruktur der sieben Alpenpässe sicher zu stellen und Massnahmen für eine Erhöhung der Bundesbeiträge vorzuschlagen. Weitere Punkte sind grundsätzliche Verbesserungsmöglichkeiten für den Verkehr auf den Bergstrassen sowie eine Überwachung der Verkehrsentwicklung in der Schöllenen und Anträge zur Behebung allfälliger Kapazitätsengpässe an den Bund.

Touristische Transportanlagen
Die im Auftrag des Progetto San Gottardo erarbeitete Studie „Patt“ hat im Bereich Tarifverbund der touristischen Transportanlagen im Raum Disentis-Sedrun-Andermatt-Tre Valli-Goms ein äusserst komplexes Bild ergeben. Einzelne Bergbahnen sind zurzeit nicht bereit, sich auf einen umfassenden Tarifverbund einzulassen. Kleine Erfolge sind lediglich in Teilsegmenten der Gotthardregion zu verzeichnen. Nichtsdestotrotz bleibt der Tarifverbund als Teil der vom Bund bewilligten Aufgaben im Rahmen der Neuen Regionalpolitik bestehen und die Bemühungen werden fortgesetzt. Die vier Kantone sind überzeugt, dass ein Tarifverbund wesentlich zu einer Attraktivitätssteigerung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Bergbahnen beiträgt. Diese Vorstellungen und Forderungen der Kantone werden in den weiterzuführenden Dialog mit den touristischen Transportanlagen einfliessen.

Umnutzung der Militäranlagen
Die nicht mehr militärisch genutzten zahlreichen Anlagen und Festungen in der gesamten Gotthardregion sollen umgenutzt werden. Anhand eines bestehenden Inventars wird eine Arbeitsgruppe  die Möglichkeiten einer Umnutzung für touristische und anderweitige Verwendung (Kultur, Sport, usw) analysieren, erarbeiten und aufzeigen.

Kommunikation
Ein Schwerpunkt in der Kommunikation wird 2010 der Einbezug der Basis in das Progetto San Gottardo sein. Ziel ist es, dass eine Mehrheit der Bevölkerung sowie der wirtschaftlichen und touristischen Leistungsträger über das regionalpolitische Projekt und dessen Chancen und Möglichkeiten informiert ist. Über eine bessere Vernetzung der Regionen (Regionenverbund)  soll die Bevölkerung und die wirtschaftlichen Akteure gezielt erreicht werden. Weiter ist neben gezielter Medienarbeit unter anderem geplant, über eine Roadshow und einer Intensivierung der interaktiven Präsenz auf dem Internet mit den Menschen in den vier Regionen in einen direkten Dialog zu treten.
www.regiosangottardo.ch 

Gottardo 2020
Die vier Kantonsregierungen Uri, Tessin, Wallis und Graubünden sind im Januar übereingekommen, am Projekt „Gottardo 2020“ zur Eröffnung des Gotthardbasistunnels weiter zu arbeiten. Es herrscht ein politischer Konsens und ein klarer Wille, die Pläne zu konkretisieren. Eine Arbeitsgruppe erhielt den Auftrag, eine Absichtserklärung für die Regierungen der vier Kantone sowie ein Organisationsstruktur auszuarbeiten. Die Weiterführung von „Gottardo 2020“  ist auch für das Progetto San Gottardo von grosser Bedeutung, weil sich aus diesen beiden nachhaltig gestalteten Projekten grosse Synergien ergeben.
www.gottardo2020.ch